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Das Geschäft mit der RAF

Der ZEIT-Autor Matthias Krupa hat in der aktuellen Ausgabe einen treffenden Text zu diesem Deutschen Herbst geschrieben, den ich hier wiedergeben möchte:

Noch fünf Wochen, dann ist auch dieser Deutsche Herbst zu Ende. 30 Jahre nach der Ermordung von Hanns Martin Schleyer läuft die medial entsicherte Gedenkmaschinerie auf Hochtouren - einmal Stammheim-Mogadischu und zurück. Unter allen Motiven, die die Lust an der Erinnerung an diesen Terror speisen, ist das wirtschaftliche zwar das schnödeste, aber nicht das schwächste. Jeder verdient mit der RAF, so gut er kann - aber keiner verdient so obszön mit ihr wie Peter-Jürgen Boock.

Der Exterrorist saß im Fluchwagen, als Jürgen Ponto ermordet wurde. Er hat Schleyer verschleppt und in Bagdad die Entführung der Lufthansa-Maschine Landshut vorbereitet. Seit seiner Freilassung 1998 ölt Boock, stolz vor Scham, die Gedenkmaschinerie mit immer neuen, nicht nachprüfbaren Details aus dem Innenleben der RAF. Dabei schreckt er, gelernt ist gelernt, vor nichts zurück. Die jüngste ARD-Dokumentation zeigte Boock, wie er im Auto durch den Wald fährt, in dem Schleyer starb. Nun schreibt er mit an einem Drehbuch für einen Film, der von der Begegnung eines Terroristen mit einem früheren Opfer handelt. Die öffentliche Filmförderung bezahlt dafür. Am liebsten würde man sein Geld zurückverlangen.

Ich habe mir die Frage nach meinem Geld sowohl bei dem Exterroristen Peter-Jürgen Boock gestellt, als auch bei dem Exterroristen und jetzigen Rechtsextremisten Horst Mahler.

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