
In der aktuellen Ausgabe der Wirtschafts Woche habe ich einen interessanten Artikel über die neue Antarktis-Station gefunden. Neumayer III wird gerade in Bremerhaven gebaut. Im März 2009 soll die Station eingeweiht werden. Dank der hydraulisch bewegbaren Füße kann die neue Station immer oberhalb des Eises bleiben. Ihr droht also nicht das gleiche Schicksal wie der bisherigen Station: Irgendwann von Schneemassen erdrückt zu werden. Und bei einem Meter Schnee, der jedes Jahr dazukommt, ist das nicht in weiter Ferne.
Zu Wort kommt in dem 5-seitigen Artikel auch der “Polar-Pionier” Hartwig Gernandt, der als erster Deutscher in der Antarktis überwinterte. So stelle sich die “Klimakatastrophe” in der Antarktis differenziert dar: Die Temperaturen an der Neumayer-Station haben sich seit 1982 praktisch nicht geändert. In einigen Gebieten der Antarktis seien sie leicht gesunken, in anderen leicht gestiegen, so Gernandt.
Erwähnt werden in dem Artikel auch Eisbohrkerne - das Bohrprogramm gehöre zu den Kronjuwelen der Aktivitäten im Internationalen Polarjahr.
Das Bohrkernarchiv in Bremerhaven in der Kältekammer des AWI ist jedenfalls immer einen Besuch wert - auch wenn dort Minus 30 Grad herrschen. Die Eisbohrkerne geben Auskunft über die Klimaentwicklung. Dunkle Schichten in den Bohrkernen deuten darauf hin, dass es zu einem Vulkanausbruch und Ablagerung von Asche gekommen ist.

Ein Kommentar
Schöner als die Überschrift in der WirtschaftsWoche ist die in der ZEIT: UFO ÜBER DEM EIS. Und etwas futuristisch mutet die neue Stadion, die in Bremerhaven gerade gebaut wird, auch an. “Fischereihafen. Eine Stahlbauhalle am Kai. Vor dem Hallentor ragt ein rohes Stahlgerüst 30 Meter in die Höhe. Ein paar Container sind eingehängt. Es wird gebohrt, geschraubt, nachgemessen. Es könnte sich um die Aufbauten eines Schiffes handeln. Wären da nur die schlanken, knallrot lackierten Beine nicht, auf denen die Konstruktion steht.”
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