
Den Jusos Herford sei Dank, das Internet läßt sich jetzt “schäublen”. Und das ist nur der Anfang. Wenn der Schäuble weiter so schön rollt, endet er nicht nur als traurige Gestalt, sondern sein angstbesetztes Weltbild wird zum Maßstab für alle erklärt. Die Internet-Sicht des Bundesinnenministers ist dazu noch äußerst interessant:
„Das Internet“, so Schäuble, „ist heute so etwas wie die universelle Plattform des heiligen Krieges gegen die westliche Welt. Es ist Kommunikationsmedium, Werbeträger, Fernuniversität, Trainingscamp und Think Tank der Islamisten zugleich.“ Im Cyberspace sei eine „virtuelle und exterritoriale, zugleich aber reale und höchst gewalttätige Gegenbewegung zur westlichen Demokratie“ entstanden. (Quelle: Handelsblatt.com)
Schön ist die folgende Frage von netzpolitik.org zu Schäubles Weltsicht:
Ob er wohl auch Angst davor hat, dass die ganzen e-Government-Projekte des BMI Macht über seine Bürokraten gewinnen könnten und kleine Bürokraten-Avatare aus den Rechnern kriechen und sein Ministerium übernehmen? Der Mann ist langsam nicht mal mehr als Science-Fiction-Grusel-Autor zu gebrauchen.

2 Kommentare
Großartig!
Zu dem Schäuble habe ich noch ein schönes Zitat von Robert Leicht:
“Wo die Grenze des Rechtsstaates verläuft, lässt sich allerdings nicht unter schieren Nützlichkeitsgesichtspunkten entscheiden. Präventiv zweckmäßig könnte es nämlich auch sein, die DNA-Sequenz jedes Bürgers von Geburt an vorsorglich zu speichern - ein Gottesgeschenk für jeden Fahnder, sollte man meinen; und doch unter rechtsstaatlichen Prinzipien völlig aberwitzig.”
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