Da stehe ich heute Morgen nichts Böses ahnend auf dem Berliner (Hartmut Mehdorn Gedächtnis) Bahnhof und warte auf meinen Zug. Vorher habe ich mich noch bei einem Kaffee-No-Name-Laden mit der nötigen Portion Coffein versorgt - steuert auf mich ein eleganter Anzugträger zu. Das kann auf einem Metropolenbahnhof schon häufiger vorkommen und ist damit eher nichts außergewöhnliches.
Aber: Der Mann hatte einen Becher Starbucks in der linken Hand und unter dem rechten Arm die linksalternative tageszeitung (TAZ). Was zum Teufel ist das denn für eine schräge Kombination!
Das ich kein Fan von Starbucks bin konnte man hier schon lesen. Aber jetzt, jetzt frage ich mich doch wirklich, ob ich auf dem richtigen Stern bin. Und wenn schon TAZ-Leser Starbucks trinken ist das schon sehr schräg. Die ZEIT beschriebe das mal vor einiger Zeit als neue Ambivalenz: Mit Ryanair billig fliegen und für Amnesty International spenden - Geländewagen fahren und Mitglied beim BUND sein. Vielleicht ist diese neue Ambivalenz ja an mir vorüber gegangen…

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