Ich bin ja nicht nur ein großer Fan von NZ, BILD und ZEIT, auch den Weser-Kurier lese ich gern.
Dort konnte ich heute den Aufschlag des Präsidenten der Bürgerschaft lesen, “Laptops sind im Parlament tabu“. In dem Zusammenhang fiel auch das Wort “Missbilligung” durch Christan Weber.
Ich missbillige es auch, dass der Präsident in den Gremien den Auftrag bekommt zu prüfen, wie in anderen Landtagen damit umgegangen wird (in Sachsen sitzt die Regierung mit ihren Laptops auf der Regierungsbank…) und lieber mal schnell aus der Hüfte geschossen und ohne politische Rückendeckung zum Alleingang ansetzt. Worauf er seine Entscheidung stützt bleibt sein Geheimniss.
Welche Kosten sind eigentlich durch die Umrüstung der Bürgerschaft entstanden? Warum kriegen die Abgeordenten eigentlich alle Vorlagen digital, wenn sie ihre Laptops dann nicht nutzen dürfen?
Nebenbei ist der Präsident auch noch der Auffassung, “demonstratives Lesen sei auf den Fraktionsrängen nicht angebracht”. Nicht angebracht finde ich vielmehr einen Präsidenten, der schnell aus der Hüfte geschossen und auf die Schlagzeile schielend Aufträge mißachtet.
Wann, Herr Präsident, kriegen Sie (!) eigentlich die Angelegenheit mit dem Bürgerschaftsdirektor geregelt - oder fahren Sie wieder kross auf die nächstbeste Wand zu? (Nachtrag: der letzte Satz ist wirklich zu gemein…)

2 Kommentare
Wie in anderen Landtagen mit Laptops umgegangen wird, kann man im Brandenburger Landtag sehen. Zu lesen war dazu im Tagesspirgel/Brandenburg: “Elvis im Landtag …” http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg;art128,2330203
Frank Schildt
Feiner Link, danke, Frank. Vielleicht sollte der Präsident der Bremischen Bürgerschaft - wenn er dann mal bei Präsidentenkonferenzen ist - sich bei seinen Kollegen informieren. Ansonsten: Mal im I-Net schauen hilft auch schon weiter - können wir ihm ja notfalls auch auf unseren Notebooks zeigen.
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