In der Koalition gibt es einen Streit über den 75. Jahrestag der Abstimmung im Reichstag über das Ermächtigungsgesetz Hitlers. Am 23. März 1933 hatten im Reichstag nur die Abgeordneten der SPD gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt, während die Vorläufer von CDU und FDP mit Hitlers Nationalsozialisten stimmten. Die SPD - das meldet Spiegel online - möchte nun im nächsten Jahr im Bundestag an diesen schwarzen Tag für Deutschland erinnern, der Altvorsitzende der SPD Hans-Jochen Vogel soll reden und es soll die Rede des SPD-Fraktionsvorsitzenden Otto Wels aus dem Reichstag 1933 abgespielt werden. Die CDU möchte das eher nicht.
Ich verstehe die CDU ja schon (irgendwie). Die Konservativen haben ja nicht unwesentlichen Anteil an der Machtergreifung Hitlers gehabt. Über Adenauers Nazi-Freunde ist schon genug geschrieben worden. Und das Altnazis wie Dregger bis in die 90er das Bild der CDU bestimmten, daran möchte Frau Merkel sicher nicht mehr erinnert werden.

Ein Kommentar
die Rede von Otto Wels ist ein flammender Appell an Freiheit und Demokratie.Danach gab es nur noch Tod, Terror, Krieg und Zerstörung.Und das Großkapital, die Industrie und die Medien bahnten den Weg, damit Deutschland sich über Europa hermachen konnte.Die Folgen sind heute noch zu spüren und zu sehen. Immer noch verunsicherte Anrainerstaaten,ausradierte jüdische Gemeinden, architektonisch völlig verwüstete Wiederaufbaustädte und traumatisierte Generationen in allen Länderen, die die Ereignisse als junge Erwachsene und Kinder miterlebt haben. Da feiert man sich lieber am 20. Juli als tapfere Widerstandsnation.Und da passt doch nicht so ein sozialdemokratisches Erinnerungszeichen in die Landschaft…..
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[…] ablehnt - die letzte freie Rede im Reichstag. Die SPD stimmt geschlossen gegen das Gesetz. Der restliche Reichstag stimmt dafür. Im August 1933 wurde Otto Wels die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Er musste ins […]
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