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In Manndeckung…

…hat der TAGESSPIEGEL einen Bericht über die persönlichen “Scouts” der Bremerhavener Polizei überschrieben. Und während andere ihr politisches Süppchen mit Jugendkriminalität KOCHen wollen, wird hier eindringlich beschrieben, welche pragmatischen Wege gegangen werden können.

 

Sieben Jahre ist es her, dass die von Fischerei- und Werftenkrisen geplagte Hafenstadt nach neuen Wegen suchte, um die damals besonders hohe Jugendkriminalität zu bekämpfen. Als eine der ersten Behörden Deutschlands führte die Bremerhavener Polizei das „Scout-Prinzip“ ein, das man auch als Patenschaft oder Manndeckung bezeichnen könnte. Jugendtypische Straftaten werden seitdem nicht mehr von wechselnden Fachkommissariaten verfolgt, sondern jeder Tatverdächtige bekommt einen bestimmten Sachbearbeiter zugeordnet.

Die Erfolge lassen sich in Zahlen fassen: In den vergangenen 5 Jahren ging die Zahl der jugendlichen Straftäter in Bremerhaven um 32 Prozent zurück.

Der Artikel von Eckhard Stengel ist lesenwert und zeigt, wie ohne Hetze und Polemik mit jugendlichen Straftätern umgegangen werden kann/muss. Und er zeigt, wie modellhaft Bremerhaven in vielen Fragen handelt: seit Jahren gibt es die “Scouts”, seit Jahren gibt es einen Präventionsrat - in der großen Schwesterstadt sind das fast noch Fremdworte.

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