…so wie es der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe behauptet? Hier einige Antworten aus meinem Umfeld - Bremerhavenern und nicht Bremerhavenern:
Claudia: Klares Nein! Mein Bruder hat da erstmal einen Leserbrief hingeschrieben und sich beschwert, bzw. die guten Dinge aufgezählt. Einige Ecken sind schon schlimm - aber man kann das nun wirklich nicht verallgemeinern. Berlin hat auch solche Ecken und Hamburg erst. Da fällt das aber bei der Größe nicht auf.
Oliver: Bremerhaven ist definitiv im Aufschwung und die Sachen die hier passieren finde ich prima, vorallem das Klimahaus. Und die Perspektiven für Leute die lange arbeitslos sind, sind nun mal überall beschissen. Aber Bremerhaven punktet mit Hochschule und Hafen. Einige Leute hier wollen keine Einschnitte in Kauf nehmen und kriegen deshalb auch den Arsch nicht hoch. Daran sind aber nicht immer “die Anderen” schuld und auch nicht die Stadt.
Tina: Naja, hier gibts eine ganze Menge Sozialfälle, das kann man ja nicht abstreiten. Aber die Kehrseite ist, dass Bremerhaven durch Baskettball, Eishockey, Klimahaus, Auswandererhaus, neues Hotel und Hochschule schon echt im Aufschwung ist. Ich wohne hier gerne. Was wollen die alle!
Nico: Nö. ich mag Bremerhaven. Manchmal wird aber auch ein ganzschöner Sch*** geschrieben. Gab doch auch schon mal so Berichte Bremerhaven stinkt. Ich sch*** da drauf. Bei dem was hier läuft ist Bremerhaven in ein Paar Jahren eine richtig hippe und coole Stadt.
Majakowski: Erst ist die Fischerei den Bach runter gegangen, Anfang der 90er sind die Amis abgezogen, die Werftenkrise Mitte der 90er. Bremerhaven ist schon gebeutelt worden in den letzten 20 Jahren. Abertausende Arbeitsplätze sind weggefallen. Hier wird aber inzwischen auch viel unternommen. Und das macht die Stadt für viele alte und neue Bremerhavener wieder attraktiv. Nebenbei meinte meine Fischfrau heute, der SPIEGEL sei eh zu nix zu gebrauchen. Da könne man nichtmal Fisch drin einwickeln…

4 Kommentare
Also ich bereue es nicht hierher gezogen zu sein.
Anständig!
Ich habe mich richtig über diesen Quatsch geärgert. Also, dieser Schreiberling war niemals in Bremerhaven. Wie kann man dann bspw. die “Bürger” (Fußgängerzone) als Betonwüster bezeichnen? Das ist doch völliger Unsinn. Oder das Columbuscenter als heruntergekommenes 70er-Jahre-Ungetüm beschreiben? Das ist doch ein einem Topzustand. Man kann auch echt Sachen kaputtreden, und was hier passiert ist, grenzt schon an Rufmord!
Ich bin hier im Sommer (übrigens freiwillig) hergezogen und mir gefällt es hier spitze.
Öde Ecken gibt es hier zwar, auch soziale Probleme, aber die gibt es doch wohl in jeder anderen Stadt auch.
Ich werde mich am Wochenende bestimmt hinsetzen und einen Leserbrief schreiben. Und für dieses Blatt werde ich so schnell keinen Euro mehr ausgeben!
@S.Bechheim: Du hast inhaltlich völlig recht. Aber der SPIEGEL-Schreiber war letzes und vorletztes Jahr in Bremerhaven.
Offenbar hatte der aber sein Bild von der Stadt schon fertig, als er am Bremer Kreuz auf die A27 abgebogen ist…
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[…] diese Szene im Buch Hafenwelt - Bremerhaven baut auf seine maritime Zukunft. Und hätte der SPIEGEL-Schreiber mal in das Buch geschaut, wäre im vermutlich - wenn er denn auch für ARGUMENTE […]
[…] hat sich der SPIEGEL nach seinem Verriß über Bremerhaven doch noch dazu durchgerungen, einige (wenige) Leserbriefe […]
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