…sieht die Financial Times Deutschland (FTD) in Steinmeier und Steinbrück.
» Man kann dem politisch unerfahrenen Außenminister journalistisch noch so viel Folklore andichten. Aber man sollte sich in Erinnerung rufen, dass dieser Mann noch nie zu irgendetwas Wichtigem gewählt wurde. Steinbrück erbgte 2002 den Thron des NRW-Ministerpräsidenten und verlor prompt seine nächste Wahl, und dies in einem Land, in dem die SPD ähnlich stark verankert war wie die CSU in Bayern. (…)
Haben sich die SPD-Revoluzzer überhaupt überlegt, was passiert, wenn der Bär aus Mainz aufwacht und wieder anfängt zu reden? Im Gegensatz zu Steinbrück hat Beck seine Landtagswahl 2006 gewonnen (…) Das Grundproblem von Becks Kritikern ist, dass sie ihre Karriere als Technokraten der zweiten Reihe verfolgt haben. Sie haben wie Steinmeier und Müntefering Wahlen für andere gefochten und gewonnen, aber nicht für sich selbst.

4 Kommentare
…Schon komisch, das in der FTD zu lesen… aber recht haben sie!
In der FTD sind aber häufig ganz gute Kommentare - und nicht nur dieser “Wortbruch”-Gebrüll-Müll.
Die beiden sind aber ausgewiesene Fachleute ihres Metiers. Ich kann mich gut an Steinbrücks Wirken in Kiel erinnern.
Ich komm’ mir vor, als würde ich mich wiederholen: Wenn ihr alle, denen Ihr die Agenda 2010 ankreidet, politisch kaltstellt, wird die Wählerbasis der SPD recht schmal.
Steinbrück spricht auch niemand die Fachkompetenz ab. Mir ist Steinbrück bisher nur gerade nicht als sonderlicher Sympathieträger aufgefallen. Die Technokraten-Beschreibung der FTD ist da sehr zutreffend.
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