
» In der klassischen SPD galt selbstverständlich, was in den zentralen Gremien der Partei beschlossen wurde. In der neuen SPD dauert es hingegen keine halbe Stunde, nachdem im Präsidium, im Parteirat oder Parteivorstand ein Beschluss gefasst wurde, dass irgendjemand aus der sozialdemokratischen Prominenz sich gegenüber verfügbaren Journalisten mokant zu dem äußert, was er gerade selbst noch mitgetragen hat.
Man muss sich vorstellen, wie Herbert Wehner, der legendäre Zuchtmeister der Partei der sechziger und siebziger Jahre, mit Jürgen Walter umgesprungen wäre. Jenem zweiten Mann hinter Ypsilanti in der hessischen SPD, der genüsslich Tag für Tag den Pressevertretern erzählte, dass er die Strategie seiner Chefin für durch und durch abwegig halte.Unter Wehner hätte er das politisch nicht überlebt. In der neuen SPD dürfte dem ehrgeizigen Netzwerk-Sozialdemokraten noch eine große Karriere bevorstehen.
Den ganzen Text gibts hier bei SPON.

2 Kommentare
Ich wage allerdings auch die kühne Behauptung, dass Wehner so etwas wie die Becksche Wende bei voller Fahrt nicht initiiert hätte und wenn wäre er professioneller vorgegangen.
Vermutlich hätte er viel getan, um die SPD in die Regierungsverantwortung zu führen.
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