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Feederdienst zwischen Bremerhaven und Bremen

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Der Senat hat die Anfrage wie folgt beantwortet:

1. Welche Pläne zur Einrichtung eines Feederdienstes zwischen Bremerhaven und Bremen sind dem Senat bekannt?

Das Binnenschifffahrtsverkehrsaufkommen zwischen Bremerhaven und Bremen betrug im Jahr 2007 ca. 0,8 Mio. Tonnen. Die Containerverkehre tragen mit ca. 0,5 Mio. Tonnen zu diesen Verkehren bei. Innerhalb dieses Transportvolumens sind die Containertransporte zwischen Bremerhaven und dem Neustädter Hafen, zum dortigen Hochregallager, enthalten.

Neben diesen bereits bestehenden Containerverkehr ist dem Senator für Wirtschaft und Häfen bekannt, dass die Rhenus Weserport im Industriehafen einen Containerterminal errichtet. Dieser Containerterminal soll insbesondere für Short-Sea-Shipping-Verkehre und für Feederverkehre zu den Nordrange-Häfen, d.h. Antwerpen, Rotterdam, Hamburg und Bremerhaven, genutzt werden und wird voraussichtlich im Sommer des Jahres seinen Betrieb aufnehmen. Die BLG Logistics Group überlegt wie sie neben den bereits bestehenden Containerverkehren weitere Verkehre zwischen Bremerhaven und Bremen etablieren kann.

2. Wie könnte ein Feederdienst den „Containerboom“ weiter verstärken?

Die Seeverkehrsprognose der Planco Consulting aus dem Jahr 2007 prognostiziert für Bremerhaven im Jahr 2025 ein Containerumschlagsvolumen von 12,4 Mio. TEU. Dieses Containeraufkommen, zum Vergleich im Jahr 2007 wurden in Bremerhaven 4,9 Mio. TEU umgeschlagen, kann nur erreicht werden wenn die Kapazität der bestehenden Terminalanlagen in Bremerhaven erhöht wird.

Feederverkehre zwischen den Seeterminals in Bremerhaven und den sogenannten Binnenterminals bzw. –hubs könnten einen Beitrag zur Produktivitätssteigerung leisten. Denkbar sind in diesem Zusammenhang unter anderem die Verringerung von Standzeiten bzw. die Verlagerung von Leercontainern. Container können im Binnenhub bis zur Verschiffung bzw. bis zum Weitertransport ins Binnenland zwischen gelagert werden bzw. Leercontainer werden zum überwiegenden Teil im Binnenhub abgefertigt. Die Nutzung des umweltfreundlichen Binnen‑ bzw. Feederschiffes für Pendelverkehre zwischen den Seeterminals in Bremerhaven und den Binnenterminals in Bremen-Stadt, bieten sich aufgrund der Massenleistungsfähigkeit von Schiffstransporten aus ökonomischen Gründen an.

3. Wie bewertet der Senat Pläne zur Schaffung eines Inlandcontainerterminals in der Stadt Bremen?

Die derzeitig bekannten Planungen zur Schaffung von Inlandcontainerterminals werden als sinnvolle Ergänzungen des Logistikstandortes Bremen angesehen. So erwägt die BLG Logistics Group die Etablierung eines entsprechenden Binnenhubs im Neustädter Hafen. Auch unterstützt die Freie Hansestadt Bremen entsprechende Aktivitäten durch die Baumaßnahmen im Wendebecken des Nordhafens in Bremerhaven. Direkt am Seecontainerterminal entstehen Abfertigungskapazitäten für den Shortsea- und Binnenschifffsverkehre.

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